Bio- & Medizinethik

Unter “Bioethik” oder “Medizinischer Ethik” versteht man alle ethischen Fragen im Kontext von Krankheit und Gesundheit, medizinischen Experimenten und Leben/Tod. Konkret gehören dazu Themen wie Abtreibung, Stammzellenforschung, Klonen, Sterbehilfe, Intensiv- und Palliativmedizin, Organspende usw.

Der Nutzen des christlichen Glaubens für die Gesundheit

Welche Auswirkungen haben Religion und Glaube auf die Gesundheit des Menschen? Über diese Frage wird seit einigen Jahren in Großbritannien und in den USA heftig diskutiert. Alex Bunn und David Randall haben die Studien zu diesem Thema ausgewertet und kommen zu dem Ergebnis, dass der Glaube sehr wohl eine positive Auswirkung auf die Gesundheit haben kann. Lesen Sie den Beitrag von Bunn und Randall hier:

Glaube und Gesundheit

Institutionen

Weltweit arbeiten viele Institutionen und Gremien an Leitlinien für die Bioethik. Einige wichtige Organisationen finden Sie hier:

Institutionen der Bioethik

Abtreibung

In Deutschland werden jedes Jahr mindestens 110.000 Kinder im Mutterleib abgetrieben, weltweit sind es einige Millionen.

In Deutschland verpflichtet zwar das Grundgesetz den Staat und seine Bürger, Leben zu schützen. In der öffentlichen Meinung ist jedoch die Überzeugung verbreitet, Abtreibung sei eine Art Menschenrecht.

Es gibt Schätzungen, dass über 90% der ungeborenen Kinder mit Down-Syndrom abgetrieben werden. Jährlich gibt es in Deutschland ca. 500 Spätabtreibungen zwischen der 20.-39. Woche, also zu einem Zeitpunkt, wo das Kind nach und nach lebenfähig ist.

Viele soziale Initiativen stehen bereit, Schwangeren in Konfliktsituationen zu helfen (s. Links, z.B. Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen).

Lesen Sie hier einen Beitrag von Roselle Ward und Pamela Sims in unserer Reihe “Forum Ethik” zur Frage der Abtreibung:

Abtreibung

Embryo-Entwicklung

Um über das Thema Abtreibung und Forschung an Embryonen diskutieren zu können, sind Grundkenntnisse der embryonalen Entwicklung wichtig. Schon ab dem zweiten Monat haben einige Organe ihre Funktion aufgenommen. Ab der siebten Woche nehmen die kleinen Auswüchse der Nervenzellen Kontakt miteinander auf. Bis zur 16. Woche sind der Körper und die Gliedmaßen bis in die Einzelheiten ausgebildet.

Eine naturgetreue Nachbildung eines Embryos in der 12. Schwangerschaftswoche kann man bei KALEB, e.V. bestellen.

Eine Abtreibung aus “persönlichen” Gründen ist bis zur 12. Schwangerschaftswoche erlaubt. In besonderen Fällen (z.B. Krankheit oder Behinderung des Babys, Gefahr für die Schwangere) darf auch darüber hinaus abgetrieben werden. Viele Betroffene wissen dabei nicht, wie weit sich das Ungeborene in ihrem Leib bereits entwickelt hat.

Diese atemberaubenden Bilder zeigen die Entwicklung und die Fähigkeiten des Embryos in den verschiedenen Phasen.

Ungeboren

Vertreter der Abtreibung behaupten häufig, dass das ungeborene Baby nichts mehr ist als ein Zell-Klumpen und ist demnach noch kein richtiger Mensch. Demgegenüber setzen sich viele für den Schutz von Tieren ein, insbesondere wenn diese trächtig sind.

“National Geographic” hat eine wunderschöne Foto-Kollektion ungeborener Tiere erstellt, die seither von Abtreibungsgegnern verwendet wird. Denn weder ungeborene Tiere noch Menschen sind einfach nur “Zellen”

Gewalt von Abtreibungsgegnern?

Immer wieder werden Abtreibungsgegner mit dem Argument mundtot gemacht, ihre Anhänger wären gewalttätig und würden Anschläge gegen Kliniken und Ärzte verüben. Prof. Dr. Thomas Schirrmacher widerlegt diesen Mythos anhand von Fakten.

Abtreibungsgegner

Schwangerschaftskonfliktberatung

Lesen Sie hier zwei Beiträge über das ethische Dilemma der Schwangerschaftskonfliktberatung von

Dr. Joachim Cochlovius
Fünf Thesen zur Problematik
und Prof. Dr. Rainer Mayer
Die ethische Problematik der Schwangerschaftskonfliktberatung

Präimplantationsdiagnostik I

Lesen Sie hier einen Beitrag des Theologen Daniel Röthlisberger über die ethischen Aspekte der Präimplantationsdiagnostik

Präimplantationsdiagnostik I

Präimplantationsdiagnostik II

Lesen Sie eine Stellungnahme von “Alfa” über Präimplantationsdiagnostik.

Präimplantationsdiagnostik II

Links zur Abtreibung

Aktive Sterbehilfe

Sterbehilfe

Was steckt hinter dem Wunsch nach “Sterbehilfe”? Sollen Ärzte sich am assistierten Suizid beteiligen? Welche Maßnahmen sind notwendig, um Sterbenskranken beizustehen? Mit diesen und anderen Fragen rund um “Aktive Sterbehilfe” beschäftigt sich eine Stellungnahme der “Arbeitsgemeinschaft christlicher Mediziner” (ACM).

ACM Stellungnahme zur Suizidbeihilfe

Patientenverfügung

Eine große Hilfe für den medizinischen Notfall sind Patientenverfügungen. Eine Arbeitsgruppe des Bundesjustizministeriums hat dafür Formulierungshilfen verfasst, die ausdrücklich aktive Sterbehilfe ausschließen.

Patientenverfügung Formulierungshilfe
Stephan Holthaus / Timo Jahnke

Aktive Sterbehilfe

In dieser Ausgabe von “Forum Ethik” nehmen Stephan Holthaus und Timo Jahnke aus christlicher Sicht Stellung zur aktuellen Debatte um “Aktive Sterbehilfe”.

Aktive Sterbehilfe (Neufassung)

Literatur zum Thema Aktive Sterbehilfe

Hilfreiche Literatur zum Thema Aktive Sterbehilfe finden Sie hier:

Literatur zur Sterbehilfe

Links zum Thema Sterbehilfe

Die Deutsche Hospiz Stiftung versteht sich als Patientenschutzorganisation für Schwerstkranke und Sterbende.

1994 gegründete Gesellschaft zur Förderung der Palliativmedizin; Sammelpunkt der Palliativmediziner in Deutschland.

 Internationales Netzwerk von Experten, die sich gegen Aktive Sterbehilfe und ärztlich assistierten Suizid aussprechen.

Britische Allianz von Lebensrechts- und Menschenrechtsgruppen, Palliativmedizinern und christlichen Organisationen, die sich für bessere Palliativmedizin und gegen aktive Sterbehilfe aussprechen.

Amerikanischer Informationsdienst gegen aktive Sterbehilfe, mit vielen Beiträgen zum Thema.

Organtransplantation

Ethik im Diskurs: Organspende – Ein Überblick über ein heikles Thema

In diesem Interview geht Prof. Dr. Christoph Raedel, Direktor des Instituts für Ethik und Werte, auf einige wesentliche Fragen in Bezug auf die Organtransplantation ein: Gibt es wirklich ein angemessenes Todeskriterium? Wie kann man das Hirntodkonzept einordnen? Und wie kann man die eigene Bereitwilligkeit oder den Widerspruch zur Organspende zum Ausdruck bringen?

Ethik im Diskurs: Organspende

Eva Dittmann: Organspende – Tod bei Bedarf?

In Deutschland stehen ca. 12.000 Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. 75% aller Deutschen sind zwar prinzipiell bereit, ein Organ zu spenden, aber nur 20% besitzen einen Spenderausweis. Diese Dokumentation von Eva Dittmann informiert über den Stand der Dinge und fragt, ob Organspenden ethisch legitim sind oder nicht? Die Risiken, die Fragen nach Organverteilung, Organhandel und nach der Freiwilligkeit werden ebenso behandelt wie die Frage nach dem Hirntod.

Organspende

Organspendeausweis

Wenn Sie Interesse an einem Organspendeausweis haben, können Sie diesen hier als PDF herunterladen oder bestellen:

Organspende Statistiken

Aktuelle Statistiken und anschauliche Infographen zum Thema Organspende finden Sie auf der Homepage Statista:

Links zur Organspende

“Organspende schenkt Leben” – Die Infoseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: 

Deutsche Stiftung Organtransplantantion ist verantwortlich für die Koordinierung und Förderung der Organspende in Deutschland:
Den aktuellen Text des deutschen Transplantationsgesetzes “Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen und Geweben”: