Paar-, Familien- & Sexualethik

Die Paarethik beschäftigt sich mit Fragen des richtigen Handelns in der Ehe, aber auch mit der derzeitigen Rechtslage, Fragen der Ehescheidung und Wiederheirat sowie der christlichen Sicht von Ehe in einer modernen Kultur.

Die Familienethik beschäftigt sich mit allen Fragen des rechten Handelns im Kontext der Familie, sei es das Handeln der Eltern an den Kindern oder umgekehrt der Kinder an den Eltern. Außerdem geht es um Familienpolitik, Familienförderung und die Herausforderung der werteorientierten Kindererziehung.

Die Sexualethik beschäftigt sich mit ethischen Leitlinien zur Sexualität. Konkret geht es um Fragen des vorehelichen Geschlechtsverkehrs, Homosexualität, Prostitution, Schamgefühl oder um abnormale sexuelle Praktiken. Auch Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs sind Themen der Sexualethik.

Paarethik

Scheidung und Wiederherat

Fragen nach Scheidung und Wiederheirat werden in der heutigen Zeit äußerst häufig gestellt. Wie steht es um den biblischen Befund? John Piper setzt sich in seinem Artikel detailliert mit diesen Fragen auseinander. Mit besonderer Genehmigung von “Desiring God” können Sie die übersetzte Version auf der Seite der “Konferenz für Gemeindegründung” herunterladen:

Scheidung und Wiederheirat

Ehe-Indikatoren: ein Frühwarnsystem

In unserer Gesellschaft nimmt der Wirtschafts- und Finanzsektor eine zentrale Rolle ein. Es gibt dabei neuerdings eine Vielzahl an Frühwarnsystemen, die ein gutes Funktionieren sicherstellen sollen.

Im Bereich Ehe und Familie, der für eine funktionierende Gesellschaft noch relevanter ist als die Wirtschaft, gibt es solche Frühwarnsysteme allerdings nicht. Dabei sind hier die Krisen und Probleme nicht weniger dramatisch als sie in der Finanz- und Wirtschaftskrise offensichtlich wurden.

Die amerikanische Studie “The Marriage Index” macht konkrete Vorschläge, um hier Abhilfe zu schaffen. Die Studie schlägt vor, Indikatoren einzuführen, um den Zustand von Ehen (und Familien) regelmäßig zu überprüen und bei Bedarf Hilfsmaßnahmen zu aktivieren. Gedacht ist an eine Art Frühwarnsystem für Ehen und Familien.

Die amerikanische Studie nennt dabei fünf wissenschaftlich fundierte Indikatoren, an denen die Situation von Ehen und Familien in der Gesellschaft ablesbar seien: 1. Die Zahl verheirateter Erwachsener (wobei dies noch nichts über den Zustand der Ehen aussagt); 2. Die Zahl verheirateter Personen, die ihre Ehe als glücklich bezeichnen; 3. Die Zahl der intakten Erst-Ehen; 4. Die Zahl der ehelichen Kinder (Geburten); 5. Die Zahl der Kinder, die in intakten Familien aufwachsen.

Solche Indikatoren können dazu anregen, gezielte Hilfen zur Stärkung von Ehen und Familien zu installieren. Gedacht ist an Anlaufstellen und Initiativen zur Krisenprävention, zum Krisenmanagement oder allgemein zu Fragen und Beratung rund um Ehe und Familie. Nicht zuletzt können die Indikatoren aber auch Ehepaare zur Selbstinitiative anregen, um die eigene Ehe und Familie zu stärken.

Die Studie findet sich hier:

Scheidung und Wiederheirat: Aktuelle Statistiken

Hier finden Sie aktuelle Statistiken zum Thema “Scheidung” und “Wiederheirat” in Deutschland:

Links

Eheseelsorge:

Ehevorbereitung:

Scheidungsseelsorge:

Familienethik

Gewalt in der Erziehung: Körperliche Bestrafung in der Bibel?

Die Frage nach körperlicher Züchtigung von Kindern wird seit einiger Zeit in den Medien diskutiert. Theoretisch ist jede Gewaltanwendung in der Erziehung verboten und gesellschaftlich geächtet. Andererseits sind körperliche Strafen in der Praxis noch weit verbreitet. Zudem gibt es manche Christen, die sich dafür auf die Bibel berufen.

Stephanus Schäl beschäftigt sich in seiner Ausgabe von “Forum Ethik” mit den Erziehungstexten des Sprüchebuches der Bibel. Wird darin die körperliche Züchtigung von Kindern ein für allemal geboten? Oder wie sind diese Texte wirklich zu verstehen? Eine gründliche Untersuchung die zeigt, dass körperliche Strafen keineswegs ein Muss sind, sondern vielmehr liebevolle Konsequenz das biblische Prinzip der Erziehung darstellt.

Gewalt in der Erziehung

Mehrkinderfamilien

Eine neue Studie belegt, dass die Entscheidung, mehr als zwei Kinder zu haben, u.a. etwas mit der religiösen Einstellung der Eltern zu tun hat.

Der Alltag von Mehrkinderfamilien

Väter

Eine Studie aus den USA belegt die große Bedeutung von Vätern für die Entwicklung von Kindern

Die Bedeutung von Vätern für die Entwicklung von Kindern

Kinderlosigkeit

Gibt es eine berechtigte Legitimität für freiwillige Kinderlosigkeit? Dr. Werner Neuer vom Theologischen Seminar St. Chrischona nahm zu dieser Frage in einem Beitrag für “idea-spektrum” (Nr. 14, 2006, S. 18-19, mit freundlicher Genehmigung) Stellung.

Freiwillige Kinderlosigkeit

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Allgemein

Forschungseinrichtungen

Sexualethik

Sexting

Immer mehr Jugendliche schicken Nacktbilder von sich an den Liebsten, die am Ende aber die Runde machen oder gar im Internet erscheinen. Was “Sexting” ist und wie man sich davor schützen kann, erläutert Norbert Schäfer vom Christlichen Medienverbund KEP (mit freundlicher Genehmigung aus PRO, Nr. 1 (2014)).

Sexting

Gewalt in der Sexualität

Untersuchungen der Universität Bristol belegen: Sexuelle Aggressionen und Ausbeutung sind in den Beziehungen Jugendlicher und junger Erwachsener keine Einzelfälle. Jedes sechste befragte Mädchen (zwischen 13 und 17 Jahren) berichtet von Gewalterfahrungen in ihren sexuellen Kontakten. Jedes dritte Mädchen gab an, generell unter sexuellen Handlungen zu leiden. Die Studie der britischen Wissenschaftler zeigt, wie dringend eine Stärkung von Werten im Allgemeinen, in der Familie und den Sozialbeziehungen ist.

Die ausführlichen Ergebnisse der Studie gibt es hier:

partner exploitation and violence report

Transsexualität

Transsexualität ist für die christliche Ethik eine Herausforderung. Lesen Sie eine theologische Einschätzung zum Thema von Stefanie Seibel, die auch seelsorgerliche Fragen berücksichtigt.

Transsexualität

Selbstbefriedigung

Lesen Sie eine umfangreiche Ausarbeitung von Johannes Vorherr aus christlicher Sicht (Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors, zur nichtkommerziellen Weitergabe frei, bei Berücksichtigung der Rechte und Angabe der Quelle):

Selbstbefriedigung

NoFap

NoFap fordert Teilnehmer dazu heraus, sich von Pornographie und Masturbation fernzuhalten. Die gesunde Kontrolle der eigenen Sexualität zielt dabei auf die Behebung von Pornographie-bedingter sexueller Dysfunktion, die Unterbindung der weiblichen Objektivierung, die Ermöglichung und Verbesserung von anhaltenen Beziehungen und die Förderung eines wirklich erfülltes Lebens.

Weitere Themen:

Ist Sex vor der Ehe „Sünde“?

Ist „Sex vor der Ehe“ erlaubt? Eine solche Frage scheint antiquiert, praktizieren doch 2/3 aller jungen Menschen bis 18 Jahren schon Geschlechtsverkehr. 90% aller Paare, die heiraten, hatten schon sexuellen Verkehr miteinander.
Trotzdem gibt es gute Gründe, bis zur Ehe zu warten. Die Dokumentation unserer Reihe „Forum Ethik“ von Kerstin Schmidt geht dabei den biblisch-theologischen Gründen nach und untersucht, was die Bibel zum Thema zu sagen hat und warum sie Sexualität der Ehe zuordnet.

Ist vorehelicher Sex Sünde?

Vorehelicher Geschlechtsverkehr in der Antike und in der Bibel

Prof. Dr. Armin Baum geht in diesem Artikel auf die Ausführungen aus einem Vortrag zur christlichen Sexualiethik von Siegfried Zimmer ein. Er stellt sich dabei die Frage, wie junge Christinnen und Christen heute ihre Liebe und Sexualität in Übereinstimmung mit den biblischen Werten gestalten können

Sex vor der Ehe in der Antike und der Bibel

Links

Allgemeine Fragen der Sexualethik:

Kinderprostitution:

Sexualpädagogik:

Sexsucht:
Neben dem “Weißen Kreuz” und “Wüstenstrom” helfen: