40. Christsein und Freizeitkultur

Bert Görzen

Das Phänomen „Freizeit“ hat in den letzten Jahrzehnten enorm an Bedeutung gewon­nen. Soziologen sprechen von dem „zent­rale[n] Thema der Gegenwart“ oder dem „Supersymbol der Moderne“. Der Freizeit­markt boomt: 2013 gaben die Deutschen im Bereich „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ 143,5 Mrd. Euro aus. Damit zählt der Freizeitbereich ökonomisch gesehen zu den dynamischsten und größten Bereichen des deutschen Wirt­schaftssystems.

Was sind die Merkmale der heutigen Frei­zeitkultur in Deutschland? Welche allge­meinen und praktischen Prinzipien lassen sich von der Bibel herleiten, um im deut­schen Kontext Freizeit so zu leben, wie Gott sie sich für uns gedacht hat?

Christsein und Freizeitkultur

39. Adoption

Kerstin Schmidt

Es gibt viele Gründe, sich mit dem Thema Adoption zu beschäftigen. Die einen möchten gerne ein Kind adoptieren, andere überlegen, eines zur Adoption freizugeben, und wieder andere sind als Adoptierte unmittelbar mit ihrer eigenen Lebensgeschichte betroffen oder überhaupt an diesem Thema interessiert.

Jede Beschäftigung mit dem Thema Adoption wirft neben familienpsychologischen und rechtlichen auch grundlegende ethische Fragen auf. Dabei ist es nicht so sehr die Praxis der Adoption an sich, an der sich die Geister scheiden, sondern vielmehr die Frage: Wer sollte wen unter welchen Umständen adoptieren (dürfen)? Gibt es biblisch-ethische Anhaltspunkte, die in diesen Fragen Orientierung anbieten können? Das vorliegende „Forum Ethik“ widmet sich diesem sensiblen Thema und möchte zum Nach- sowie Weiterdenken anregen.

Adoption

38. Antidiskriminierung, Toleranz und Akzeptanz

Colin Bergen

Toleranz und Akzeptanz gelten als Stufen auf dem Weg in die diskriminierungsfreie Gesellschaft, die als Ort von Freiheit und Gerechtigkeit gepriesen wird. Aber kann eine Gesellschaft, die keine Grenzen und Unterschiede mehr anerkennt, wirklich frei und gerecht sein? Was verbirgt sich hinter dem im Gestus der Schein-Neutralität daherkommenden Anspruch, wer andere Auffassungen nicht akzeptiere, sei intolerant, was unmöglich toleriert werden könne?

Die vorliegende Ausgabe von Forum Ethik führt in die Ideengeschichte der die gesellschaftliche Debatte bestimmenden Begriffe ein, legt ihre weltanschaulichen Voraussetzungen frei und leuchtet exemplarisch einige Bereiche der politischen Praxis der Antidiskriminierung aus. Anliegen und Praxis des spätmodernen Toleranzdiskurses werden abschließend einer Beurteilung aus der Sicht der christlichen Ethik unterzogen.

Intoleranz

37. Migration – Chance oder Bedrohung?

Kerstin Schmidt

Die Diskussion um die richtige Einwande­rungspolitik bewegt sich in einem weiten Spektrum zwischen Willkommens­kultur und Abwehrhaltung, wobei die Diskussion auf allen Seiten emotional geführt wird und Schlagwörter oft an die Stelle differenzierter Auseinandersetzung treten.

Weil die Flüchtlingsfrage letztlich komplex ist und zugleich die Lebenswirklichkeit vieler Menschen unmittelbar berührt, sind viele Menschen ratlos sich fühlen sich zwischen dem Wunsch nach Mitmenschlichkeit und dem eigenen Unbehagen hin- und hergeris­sen. Das gilt auch für viele Christen. Die hier vorgelegten Ausführungen wollen daher in der Flüchtlingsfrage zu einer christlich ethisch begründeten Positionierung verhel­fen.

Migration Kerstin

36. Scheidung und Wiederheirat

Bert Görzen

Trennung, Ehescheidung und Wiederheirat sind längst keine Themen mehr, die allein gesellschaftlich von Bedeutung wären. Jeder weiß: Trennung und Scheidung von christlichen Ehepaaren gibt es (zunehmend häufiger) bis in evangelikale Gemeinden hinein. Ist das nun positiv, weil wir einfach ehrlicher zueinander sind? Oder sind steigende Scheidungszahlen in Gemeinden nicht vielmehr eine echte Not und eine Anfrage an die tradierte Überzeugung von der Unauflöslichkeit der Ehe?

Der neueste Text in unsrer Reihe „Forum Ethik“ untersucht nicht nur die bekannten einschlägigen Texte des Neuen Testaments zum Thema Ehescheidung und Wiederheirat, sondern stellt die Aussagen dieser Texte in den weiteren Horizont von Gottes Verheißung und Angebot der Versöhnung.

36. Scheidung und Wiederheirat

35. Kirchenasyl: Ethisch geboten – rechtlich verboten?

Kerstin Schmidt

Im Jahr 2015 sind bis jetzt in Deutschland über 425.000 Anträge auf Asyl gestellt worden, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Tausende Behördenmitarbeiter bearbeiten  unter Anspannung und Zeitdruck tägliche eine hohe Zahl solcher Anträge. Kritiker bemängeln, dass unter diesen Bedingungen Fehler unvermeidlich sind, was im Falle einer Abschiebung erneute Lebensgefahr für einen Flüchtling bedeuten kann.

Ist das Kirchenasyl im Einzelfall ein Ausweg? Ist es legitimer Ausdruck christlichen Glaubens oder bewusster Rechtsbruch? Diese Ausgabe von Forum Ethik geht der Frage nach, wägt dabei behutsam Argumente ab und gibt Gemeinden Orientierung an die Hand.

Kirchenasyl

34. Todesstrafe

Daniel Lanz

Während die Todesstrafe in Europa fast vollständig abgeschafft ist, kommt sie in anderen Teilen der Welt – Asien, Afrika und Nordamerika – noch regelmäßig zur Anwendung. Jährlich werden weltweit Tau­sende Menschen hingerichtet, die meisten unter totalitären Regimen.

Für eine christlich begründete Ethik stellt sich die Frage, wie man die Todesstrafe einordnen soll. Im Alten Testament ist sie immerhin vorausgesetzt und auch im Neuen Testament wird dem Staat das Recht zu strafen nicht abgesprochen. In welche Bot­schaft sind die biblischen Aussagen zur Todesstrafe eingebettet? Was sollte mit ihr damals erreicht werden und wie lassen sich diese Strafziele unter den Gegebenheiten des modernen Staates verwirklichen? Soll­ten Christen die Todesstrafe heute ablehnen oder nicht? Und welche Gründe lassen sich für die jeweilige Position angeben? Diesen Fragen widmet sich die Ausgabe des „Forums Ethik“.

Todesstrafe

04b. Aktive Sterbehilfe – Ausweg oder Irrweg (Neufassung)

Stephan Holthaus und Timo Jahnke

Seit Jahren gibt es eine kontroverse Diskussion um das Thema “Aktive Sterbehilfe” in Deutschland. Immer mehr Menschen wünschen sich ein selbstbestimmtes Sterben, ohne Abhängigkeit von Ärzten und Maschinen. Dabei stellen sich viele ethische Fragen: Darf der Menschn völlig autonom seinem Leben ein Ende setzen? Dürfen Ärzte beim Suizid helfen? Muss kommerzialisierte Sterbehilfe verboten werden? Wie sieht ein “würdevolles Sterben” aus?

Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich die aktualisierte Neuauflage der Ausgabe von “Forum Ethik” von Dr. Stephan Holthaus und Dr. Timo Jahnke.

Aktive Sterbehilfe (Neufassung)

33. Die Habgier des Menschen im Licht der Bibel

Kerstin Schmidt

Unsere moderne Welt ist vom Virus der Habsucht und der Raffgier befallen. Wir wollen alles haben, sofort, egal, ob wir es brauchen oder nicht. Das Neue ist immer absolut notwendig. Niemals kommt das Gefühl auf, genug zu haben.

Habgierige Menschen hat es zu allen Zeiten gegeben. Zumindest bezeugen die verschie­denen Kulturen durch die Jahrhunderte hin­durch, wie  habgieriges Verhalten beo­bachtet und beurteilt wurde. Doch ist Habgier tat­sächlich in jedem Fall verwerflich? Und was sagt die Bibel dazu? Diesen Fragen widmet sich die neue Ausgabe des „Forums Ethik“ von Kerstin Schmidt.

Habgier

32. Polygamie

Eva Dittmann

Weltweit leben schätzungsweise zwei Milliarden Frauen und Kinder in „polygamen Verhältnissen“, d.h. der Vater ist mit mehreren Frauen verheiratet. In Afrika ist Polygamie noch weit verbreitet, aber auch in einigen muslimischen Ländern. Durch Flüchtlinge und Einwanderer gibt es mittlerweile aber auch polygame Beziehungen in unseren Ländern.

In den letzten Jahrhunderten wurde die „Vielehe“ von der westlichen Welt als inhuman, rückständig und ethisch inakzeptabel verdammt.
Doch ist dieses harte Urteil berechtigt oder lediglich das Resultat einer Grundhaltung, die die eigene Kultur und Tradition als überlegen einordnet? Und wie kann diese Praxis aus biblisch-theologischer Perspektive bewertet werden? Diese und weitere Fragen finden sich in dieser Ausgabe von “Forum Ethik”, verfasst von Eva Dittmann.

Polygamie