38. Antidiskriminierung, Toleranz und Akzeptanz

Colin Bergen

Toleranz und Akzeptanz gelten als Stufen auf dem Weg in die diskriminierungsfreie Gesellschaft, die als Ort von Freiheit und Gerechtigkeit gepriesen wird. Aber kann eine Gesellschaft, die keine Grenzen und Unterschiede mehr anerkennt, wirklich frei und gerecht sein? Was verbirgt sich hinter dem im Gestus der Schein-Neutralität daherkommenden Anspruch, wer andere Auffassungen nicht akzeptiere, sei intolerant, was unmöglich toleriert werden könne?

Die vorliegende Ausgabe von Forum Ethik führt in die Ideengeschichte der die gesellschaftliche Debatte bestimmenden Begriffe ein, legt ihre weltanschaulichen Voraussetzungen frei und leuchtet exemplarisch einige Bereiche der politischen Praxis der Antidiskriminierung aus. Anliegen und Praxis des spätmodernen Toleranzdiskurses werden abschließend einer Beurteilung aus der Sicht der christlichen Ethik unterzogen.

Intoleranz

37. Migration – Chance oder Bedrohung?

Kerstin Schmidt

Die Diskussion um die richtige Einwande­rungspolitik bewegt sich in einem weiten Spektrum zwischen Willkommens­kultur und Abwehrhaltung, wobei die Diskussion auf allen Seiten emotional geführt wird und Schlagwörter oft an die Stelle differenzierter Auseinandersetzung treten.

Weil die Flüchtlingsfrage letztlich komplex ist und zugleich die Lebenswirklichkeit vieler Menschen unmittelbar berührt, sind viele Menschen ratlos sich fühlen sich zwischen dem Wunsch nach Mitmenschlichkeit und dem eigenen Unbehagen hin- und hergeris­sen. Das gilt auch für viele Christen. Die hier vorgelegten Ausführungen wollen daher in der Flüchtlingsfrage zu einer christlich ethisch begründeten Positionierung verhel­fen.

Migration Kerstin

36. Scheidung und Wiederheirat

Bert Görzen

Trennung, Ehescheidung und Wiederheirat sind längst keine Themen mehr, die allein gesellschaftlich von Bedeutung wären. Jeder weiß: Trennung und Scheidung von christlichen Ehepaaren gibt es (zunehmend häufiger) bis in evangelikale Gemeinden hinein. Ist das nun positiv, weil wir einfach ehrlicher zueinander sind? Oder sind steigende Scheidungszahlen in Gemeinden nicht vielmehr eine echte Not und eine Anfrage an die tradierte Überzeugung von der Unauflöslichkeit der Ehe?

Der neueste Text in unsrer Reihe „Forum Ethik“ untersucht nicht nur die bekannten einschlägigen Texte des Neuen Testaments zum Thema Ehescheidung und Wiederheirat, sondern stellt die Aussagen dieser Texte in den weiteren Horizont von Gottes Verheißung und Angebot der Versöhnung.

Scheidung und Wiederheirat

35. Kirchenasyl: Ethisch geboten – rechtlich verboten?

Kerstin Schmidt

Im Jahr 2015 sind bis jetzt in Deutschland über 425.000 Anträge auf Asyl gestellt worden, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Tausende Behördenmitarbeiter bearbeiten  unter Anspannung und Zeitdruck tägliche eine hohe Zahl solcher Anträge. Kritiker bemängeln, dass unter diesen Bedingungen Fehler unvermeidlich sind, was im Falle einer Abschiebung erneute Lebensgefahr für einen Flüchtling bedeuten kann.

Ist das Kirchenasyl im Einzelfall ein Ausweg? Ist es legitimer Ausdruck christlichen Glaubens oder bewusster Rechtsbruch? Diese Ausgabe von Forum Ethik geht der Frage nach, wägt dabei behutsam Argumente ab und gibt Gemeinden Orientierung an die Hand.

Kirchenasyl

34. Todesstrafe

Daniel Lanz

Während die Todesstrafe in Europa fast vollständig abgeschafft ist, kommt sie in anderen Teilen der Welt – Asien, Afrika und Nordamerika – noch regelmäßig zur Anwendung. Jährlich werden weltweit Tau­sende Menschen hingerichtet, die meisten unter totalitären Regimen.

Für eine christlich begründete Ethik stellt sich die Frage, wie man die Todesstrafe einordnen soll. Im Alten Testament ist sie immerhin vorausgesetzt und auch im Neuen Testament wird dem Staat das Recht zu strafen nicht abgesprochen. In welche Bot­schaft sind die biblischen Aussagen zur Todesstrafe eingebettet? Was sollte mit ihr damals erreicht werden und wie lassen sich diese Strafziele unter den Gegebenheiten des modernen Staates verwirklichen? Soll­ten Christen die Todesstrafe heute ablehnen oder nicht? Und welche Gründe lassen sich für die jeweilige Position angeben? Diesen Fragen widmet sich die Ausgabe des „Forums Ethik“.

Todesstrafe

04b. Aktive Sterbehilfe – Ausweg oder Irrweg (Neufassung)

Stephan Holthaus und Timo Jahnke

Seit Jahren gibt es eine kontroverse Diskussion um das Thema “Aktive Sterbehilfe” in Deutschland. Immer mehr Menschen wünschen sich ein selbstbestimmtes Sterben, ohne Abhängigkeit von Ärzten und Maschinen. Dabei stellen sich viele ethische Fragen: Darf der Menschn völlig autonom seinem Leben ein Ende setzen? Dürfen Ärzte beim Suizid helfen? Muss kommerzialisierte Sterbehilfe verboten werden? Wie sieht ein “würdevolles Sterben” aus?

Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich die aktualisierte Neuauflage der Ausgabe von “Forum Ethik” von Dr. Stephan Holthaus und Dr. Timo Jahnke.

Aktive Sterbehilfe (Neufassung)

33. Die Habgier des Menschen im Licht der Bibel

Kerstin Schmidt

Unsere moderne Welt ist vom Virus der Habsucht und der Raffgier befallen. Wir wollen alles haben, sofort, egal, ob wir es brauchen oder nicht. Das Neue ist immer absolut notwendig. Niemals kommt das Gefühl auf, genug zu haben.

Habgierige Menschen hat es zu allen Zeiten gegeben. Zumindest bezeugen die verschie­denen Kulturen durch die Jahrhunderte hin­durch, wie  habgieriges Verhalten beo­bachtet und beurteilt wurde. Doch ist Habgier tat­sächlich in jedem Fall verwerflich? Und was sagt die Bibel dazu? Diesen Fragen widmet sich die neue Ausgabe des „Forums Ethik“ von Kerstin Schmidt.

Habgier

32. Polygamie

Eva Dittmann

Weltweit leben schätzungsweise zwei Milliarden Frauen und Kinder in „polygamen Verhältnissen“, d.h. der Vater ist mit mehreren Frauen verheiratet. In Afrika ist Polygamie noch weit verbreitet, aber auch in einigen muslimischen Ländern. Durch Flüchtlinge und Einwanderer gibt es mittlerweile aber auch polygame Beziehungen in unseren Ländern.

In den letzten Jahrhunderten wurde die „Vielehe“ von der westlichen Welt als inhuman, rückständig und ethisch inakzeptabel verdammt.
Doch ist dieses harte Urteil berechtigt oder lediglich das Resultat einer Grundhaltung, die die eigene Kultur und Tradition als überlegen einordnet? Und wie kann diese Praxis aus biblisch-theologischer Perspektive bewertet werden? Diese und weitere Fragen finden sich in dieser Ausgabe von “Forum Ethik”, verfasst von Eva Dittmann.

Polygamie

31. Vom Umgang mit Tod und Sterben

Kerstin Schmidt

Jeder Mensch muss sich irgendwann im Laufe seines Lebens mit dem Tod und dem Sterben auseinandersetzen. Die Frage kommt auf, wenn ein uns nahestehender Mensch stirbt oder der Gedanke an das eigene Ende aufkommt. Nicht selten macht sich in solchen Situationen ein Gefühl der Hilflosigkeit breit.

Mit Tod und Sterben umzugehen, will gelernt sein. Der erste Schritt, diesen Umgang zu lernen, besteht in der ungeschminkten Beschäftigung mit dem Thema. Wer sich bewusst macht, wie unsere heutige Gesellschaft mit Tod und Sterben umgeht, wird auch sein eigenes Verhalten besser einordnen können. Die Ausgabe von “Forum Ethik” von Kerstin Schmidt will deshalb zu einem bewussteren und konstruktiveren Umgang mit Tod und Sterben verhelfen.

Umgang mit Tod und Sterben

30. Künstliche Befruchtung: Gezeugt, nicht gemacht!?

Eva Dittmann

Viele Paare wünschen sich nichts sehnlicher als eine eigene Familie. Doch nicht alle können diesen Wunsch auf natürlichem Weg erfüllen. Für viele sind künstliche Befruchtungsmethoden der letzte Ausweg und Hoffnungsschimmer.

Doch wie sind die Verfahren der Reproduktionsmedizin ethisch und theologisch zu beurteilen? Ist alles moralisch legitim, was ethisch machbar ist. Die neue Ausgabe von “Forum Ethik” von Eva Dittmann beschäftigt sich mit diesen Fragestellungen. Sie beleuchtet die verschiedenen Methoden und beurteilt sie anhand von biblisch-theolgischen Kriterien.

Künstliche Befruchtung