48. Ein Land, darin Milch und Honig fließt

Daniel Lanz

Vor wenigen Monaten war der sogenannte „Tönnies-Skandal“ ein vielbeachtetes Thema in der Medienlandschaft. Nicht zum ersten Mal sorgten dabei fragwürdige Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie für negative Schlagzeilen und Folgediskussionen.

Die Sorge um die Arbeitsbedingungen für die Menschen, aber auch die Kritik an der nicht artgerechten Haltung von Nutztieren gibt aktuell der Frage neuen Auftrieb, ob es unter diesen Umständen nicht höchste Zeit ist, auf Fleisch gänzlich zu verzichten und damit der vorherrschend industriellen Fleischproduktion die Unterstützung zu verweigern. Oder noch weiter zu gehen und auf jegliche Nutzung von tierischen Produkten zu verzichten.

Dazu kommt: Vegan zu leben liegt derzeit voll im Trend. Supermärkte kennzeichnen vegane Lebensmittel. In vielen Großstädten findet man eine Auswahl veganer Restaurants. Veganismus hat eine Ausstrahlung entwickelt, die weit über die vegane Kern­gruppe hinausreicht.

Wie sollten Christen darauf reagieren? Neben theologischen Fragen sind auch gesundheitliche und ökologische Aspekte zu berücksichtigen. Welche Vorstellungen vom Menschen und vom Mensch-Tier-Verhältnis sind im Veganismus leitend? Ist vegane Ernährung verträglich und gesundheitsfördernd? Wo liegen aus christlicher Sicht berechtigte Anliegen, wo die Gefahren einer veganen Lebensweise? Im folgenden Beitrag soll diesem aktuellen Thema nachgegangen werden.

48. Ein Land, darin Milch und Honig fließt

47. “Corona und das Kreuz”

Andrew Errington

Die vergangenen Monate und das Erleben der „Corona-Krise“ haben Spuren hinterlassen. Sorgen und Ängste um die Gesundheit, die Finanzen, oder die Zukunftsaussichten überhaupt haben sich in den Vordergrund geschoben. Auch an Christen, Gemeinden und Kirchen sind diese herausfordernden Wochen nicht spurlos vorübergegangen.

In Zeiten wie diesen werden Fragen laut, Fragen nach dem Sinn des Geschehenen, nach Halt und Führung. Es gibt spürbare Unsicherheit, das Bedürfnis nach Orientierung ist groß.

Doch genau hier haben Christen etwas beizutragen. In jeder Krise liegen auch Chancen. In diesem Sinne wirft der australische Theologe Andrew Errington von der Bibel her einen prüfenden Blick auf die Pandemie und fragt, ob sie als Gericht Gottes verstanden werden sollte. Er nennt schlechte Gründe, es nicht zu tun, und gute Gründe, nur vorsichtig davon zu reden. So ist ein Text entstanden, der von der Mitte der christlichen Botschaft her, von Jesus Christus, in das gegenwärtige Erleben hineinspricht.

47. Corona und das Kreuz

 

46. Blasphemie

Kerstin Schmidt

In den letzten Jahren gab es in Europa immer wieder Ereignisse, die das Thema der Blasphemie zurück auf die Tagesordnung gesetzt haben. Ist im Zuge der Meinungsfreiheit alles erlaubt oder gibt es Grenzen, die z.B. aus Respekt dem Mitmenschen gegenüber nicht überschritten werden sollten. Diesbezüglich gibt es natürlich eine große Bandbreite an Positionen: Die einen sprechen sich – sei es aus Angst, aus Achtung vor dem Heiligen oder aus zwischenmenschlicher Rücksichtnahme – für Zurückhaltung aus und fordern den Verzicht auf die Veröffentlichung religiös anstößiger Inhalte. Andere hingegen sehen in solchen Zugeständnissen die Preisgabe des hohen Guts der Meinungsfreiheit und die Gefahr der öffentlichen Zensur.

Kerstin Schmidt setzt sich mit dieser spannenden Fragestellung auseinander und beleuchtet sie aus christlich-ethischer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen, wen oder was genau eine Gotteslästerung (be)trifft und welche Folgen sich daraus für den Einzelnen und für die Gesellschaft ergeben.

46. Blasphemie

45. Als Single leben

Melissa Sailer

Singlesein – für die einen ist es ein schwer erträgliches Schicksal, für andere der Ausdruck selbstgewählter Freiheit. Die Beschäftigung mit dieser existenziellen Thematik ist unerlässlich – für die Singles selbst, aber auch gerade für ihr gemeindliches Umfeld.

In diesem Sinne arbeitet Melissa Sailer in dieser Ausgabe von “Forum Ethik” anhand biblischer Texte eine biblisch-theologische Perspektive auf das Singlesein heraus. Dabei wird im Blick auf den Gegenwartsbezug besonders auf die zeit- und kulturgeschichtlichen, aber auch heilsgeschichtlichen Aspekte der biblischen Aussagen geachtet. Im Anschluss werden einige ethisch-theologische Fragestellungen behandelt und Perspektiven und Gedankenanstöße zum Singlesein eröffnet.

Als Single leben

44. Transgender

Svenja Lueg

Es besteht große kulturelle Verwirrung bezüglich Transgender. Christen stehen vor der besonderen Herausforderung, konstruktiv auf diese gesellschaftlichen Veränderungen zu reagieren.

In diesem Sinne ist es wichtig, sich in Erinnerung zu rufen, dass Transgender nicht einfach nur ein Thema ist, das diskutiert werden muss; es wirft elementare Identitätsfragen für Menschen auf, die genau wie wir alle das Bedürfnis haben, geliebt zu werden. Das neue „Forum Ethik“ beleuchtet die Transgender-Debatte und ihre Folgen aus einer christlich-ethischen Perspektive. Es möchte Christen, sowohl als Einzelpersonen wie auch als Gemeinschaft, dabei helfen, Transgender-Personen einerseits sowie die größere ideologische, also weltanschauliche Transgender-Bewegung anderseits zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren.

Transgender

43. Leihmutterschaft

Kerstin Schmidt

Leihmutterschaft ist ein äußerst umstrittenes Thema. Auf der einen Seite sehen wir die kinderlosen Eltern, die durch Leihmutterschaft die Möglichkeit bekommen, ein zumindest teilweise genetisch eigenes Kind zu bekommen. Auf der anderen Seite stehen ein Kind, das wie eine Ware gegen Bezahlung in Auftrag gegeben wird, und eine Leihmutter, die ihre reproduktiven Fähigkeiten als Dienstleistung anbietet.

Daraus ergeben sich sowohl grundsätzlich ethische Bedenken – z.B. hinsichtlich der Rolle des Kindes und seiner Würde – als auch eine Reihe rechtlicher Probleme – nicht zuletzt die Frage, welche der beteiligten Personen eigentlich als Eltern des Kindes anzusehen sind. Kerstin Schmidt nimmt sich in diesem Forum diesen Fragen aus einer christlich-ethischen Perspektive an.

Leihmutterschaft

42. Tiere als Nahrung

Daniel Lanz

Die Agrarrevolution der 1960er Jahre hat die industrielle Massentierhaltung ermöglicht und damit unser Verhältnis zu Tieren grundlegend verändert. Mit diesen Veränderungen gehen zahlreiche ethische Herausforderungen einher. Ist die kulturgeschichtlich junge Praxis, täglich Fleisch zu essen, vor dem Hintergrund der Bedingungen, unter denen Zuchttiere gehalten werden, ethisch legitim? Ist sie überhaupt gesund? Und würden wir uns anders ernähren, wenn wir den Herstellungsprozess vom Tier zum Schnitzel vor Augen hätten?

Für Christen ist besonders relevant, was die Bibel zur menschlichen Verantwortung gegenüber der Tierwelt sagt. Heißt die Schöpfung zu achten, Vegetarier zu werden? Oder genügt es, bewusster und weniger Fleisch zu konsumieren? Der Text von Daniel Lanz beantwortet diese und andere Fragen im Kontext einer eingehenden biblisch-theologischen und sozialethischen Reflexion.

Tiere als Nahrung

41. Embryonenadoption

KERSTIN SCHMIDT

Die künstliche Befruchtung gleicht einer Rechnung mit vielen Unbekannten, die nur selten „glatt“ aufgeht. Immer wieder kommt es im Zuge der künstlichen Befruchtung dazu, dass Embryonen „übrig bleiben“.

Aus christlich-ethischer Perspektive stellt sich die Frage, wie ein ethisch verantwortlicher Umgang mit diesen verwaisten Embryos aussieht. Wir fragen im beigefügten Text, ob die Freigabe der Embryonen zur Adoption aus christlich-ethischer Sicht erlaubt ist und stellen dieses Thema gleichzeitig in den größeren Kontext der Reproduktionstechnologien, die dazu führen, dass es verwaiste Embryonen überhaupt gibt.

Embryoadoption

40. Christsein und Freizeitkultur

Bert Görzen

Das Phänomen „Freizeit“ hat in den letzten Jahrzehnten enorm an Bedeutung gewon­nen. Soziologen sprechen von dem „zent­rale[n] Thema der Gegenwart“ oder dem „Supersymbol der Moderne“. Der Freizeit­markt boomt: 2013 gaben die Deutschen im Bereich „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ 143,5 Mrd. Euro aus. Damit zählt der Freizeitbereich ökonomisch gesehen zu den dynamischsten und größten Bereichen des deutschen Wirt­schaftssystems.

Was sind die Merkmale der heutigen Frei­zeitkultur in Deutschland? Welche allge­meinen und praktischen Prinzipien lassen sich von der Bibel herleiten, um im deut­schen Kontext Freizeit so zu leben, wie Gott sie sich für uns gedacht hat?

Christsein und Freizeitkultur

39. Adoption

Kerstin Schmidt

Es gibt viele Gründe, sich mit dem Thema Adoption zu beschäftigen. Die einen möchten gerne ein Kind adoptieren, andere überlegen, eines zur Adoption freizugeben, und wieder andere sind als Adoptierte unmittelbar mit ihrer eigenen Lebensgeschichte betroffen oder überhaupt an diesem Thema interessiert.

Jede Beschäftigung mit dem Thema Adoption wirft neben familienpsychologischen und rechtlichen auch grundlegende ethische Fragen auf. Dabei ist es nicht so sehr die Praxis der Adoption an sich, an der sich die Geister scheiden, sondern vielmehr die Frage: Wer sollte wen unter welchen Umständen adoptieren (dürfen)? Gibt es biblisch-ethische Anhaltspunkte, die in diesen Fragen Orientierung anbieten können? Das vorliegende „Forum Ethik“ widmet sich diesem sensiblen Thema und möchte zum Nach- sowie Weiterdenken anregen.

Adoption